… übrigens … Macht und Ohnmacht unserer Sprache, Teil 2
Im zurückliegenden Wahlkampf haben wir beobachten können, wie die Sprache als politisches Instrument eingesetzt wird.
Kurz: Politik ist Sprache. Nichts geschieht in einer demokratischen, liberalen Gesellschaft ohne Sprache. Vorhaben und Ziele, Werte und Grundsätze müssen kommuniziert werden, um Zustimmung zu erhalten.
Vor allem die Zukunft sollte sich in unserer Sprache widerspiegeln.
Die Rechtsextremen sind nach Karl-Rudolf Korte hingegen in ihrer Sprache rückwärtsgewandt, ausgrenzend, pathosgetränkt und beschwören eine Zeit, die nie so war, wie sie von denen beschrieben wird.
Wir müssen mit unserer Kommunikation die Wirklichkeit und unsere Lösungsangebote verständlich machen. Deshalb sollten wir dringend Floskeln, Worthülsen und Allgemeinsätze unbedingt vermeiden.
Die Flucht in verbale Beliebigkeit offenbart mangelnde Kompetenz und Stärke. Mangelnde Klarheit suggeriert strategische Sprachlosigkeit.
Wer ein Grußwort, eine Begrüßung, kurze Ansprache oder eine Rede halten muss, sollte sich daher ausreichend Zeit zur Vorbereitung nehmen. Worte, einmal gesagt, entfalten in jeder Hinsicht ihre Wirkung. Negativ wie positiv, enttäuschend oder überzeugend.
Am Anfang steht die Konzeption, wir müssen uns klar werden über Intention, Ziel und Inhalt. Das hängt auch von der Erwartungshaltung unserer Zuhörer ab.
Danach folgt die Materialsammlung.
Nach entsprechender Sichtung und Strukturierung fertigen wir einen Rohentwurf des Manuskriptes an.
Dann sollten wir sprachlich-stilistisch den Rohentwurf überarbeiten. Das gelingt am besten, wenn wir das erste Manuskript mehrfach laut und betont lesen, denn dabei erkennen wir Stolpersteine und sprachliche sowie begriffliche Unebenheiten.
Dazu gehören unter anderen
Ein gutes Manuskript braucht seine Zeit, doch es lohnt sich allein unserer Wirkung wegen.
Bevor wir dann ein Grußwort sprechen, eine kurze Ansprache oder einen Vortrag halten, sollten wir noch ein paar Regeln beachten:
Der Inhalt dessen, was wir sagen, ist sehr wichtig. Für unsere Wirkung aber zählen entscheidend nach Professor Mehrabian
Das sind schon mal wichtige Faktoren unseres Erfolges. Hinzukommen müssen
Denken Sie immer daran Stimme macht Stimmung und Ausdruck macht Eindruck.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg für Ihre zukünftigen verbalen Auftritte.
Mit freundlichem Gruß
Ihr Criticus