Armin Bachmeyer als Vorsitzender der Senioren-Union Zollernalb wiedergewählt – Markus Grübel spricht über Europas Sicherheitslage
Die Mitglieder der Senioren-Union Zollernalb haben Armin Bachmeyer bei ihrer Mitgliederversammlung erneut zum Kreisvorsitzenden gewählt. Die Wahl leitete Walter Westermayer, Bezirksvorsitzender der Senioren-Union Württemberg-Hohenzollern. Der neue Kreisvorstand wurde vollständig besetzt.
Im Mittelpunkt stand anschließend ein Vortrag des langjährigen Bundestagsabgeordneten und früheren Parlamentarischen Staatssekretärs im Verteidigungsministerium, Markus Grübel. Er ordnete die aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen Europas vor dem Hintergrund seiner mehr als 20-jährigen Erfahrung im Bundestag ein.
Grübel spannte den Bogen vom Ende des Kalten Krieges bis zur heutigen Lage. Die Hoffnung, Frieden werde nach 1990 selbstverständlich, habe sich als trügerisch erwiesen. Warnsignale wie die Kriege in Tschetschenien und der Angriff auf Georgien seien unterschätzt worden. Sein Fazit: „Wenn die Guten nicht kämpfen, dann siegen die Bösen.“ Deutschland müsse deshalb wieder stärker „vom Krieg her denken“, um Frieden sichern zu können. Neben einer gut ausgestatteten Bundeswehr gehöre dazu auch die zivile Vorsorge, etwa der Schutz kritischer Infrastruktur und eine krisenfeste Lebensmittelversorgung. Mit Blick auf Finnland verwies Grübel auf dessen konsequente Investitionen in die Verteidigungsfähigkeit trotz des hohen Lebensstandards. Auch Deutschland könne daraus Lehren ziehen.
In seinem Rechenschaftsbericht blickte Bachmeyer auf ein erfolgreiches Vereinsjahr zurück. Politische Vorträge, Exkursionen und Betriebsbesichtigungen boten ein vielfältiges Programm. Zu den Höhepunkten gehörten Veranstaltungen mit Ronja Kemmer, Rainer Wieland, Heinrich Haasis und Professor Lutz. Besucht wurden zudem die Technologiewerkstatt Albstadt und der Verein für gemeindenahe Psychiatrie im Zollernalbkreis. Gemeinsam mit den Kreisverbänden Tübingen und Reutlingen fand außerdem eine Veranstaltung zur Inneren Sicherheit statt.
Bachmeyer dankte den Mitgliedern für das Vertrauen: „Die Senioren-Union lebt vom Interesse und der Erfahrung ihrer Mitglieder. Diesen Austausch wollen wir auch künftig mit aktuellen politischen Themen und interessanten Veranstaltungen fördern.“